Wohnen für Jung und Alt

Im Jahr 1998 fanden sich vier Ehrenamtliche und ein Hauptamtlicher des SKFM zusammen, um gemeinsam eine Antwort auf die Frage zu finden, wie Hilfsbedürftige im SKFM eine zeitgemäße und moderne Wohnung finden, die aus Mitteln der Sozialhilfe oder aus den geringen eigenen finanziellen Mitteln monatlich bezahlt werden kann. Eine Antwort war schnell gefunden: Unter Mithilfe von Horst Cremer aus Marienheide, der über langjährige Erfahrung hinsichtlich der Beantragung öffentlicher Mittel verfügte, plante und baute die ins Leben gerufene „Bauherrengemeinschaft im SKFM“ in Engelskirchen-Loope ein sozialintegratives und barrierefreies 10-Familienhaus, das am 01.12.2000 zusammen mit Pater Bergers feierlich eingeweiht und gesegnete wurde.
Das Haus verfügt über einen Aufzug, in allen Wohnungen gibt es barrierefreie Duschen und auch alle Zugänge zum Haus sind ohne Hindernisse zu begehen. Die Wohnungsgrößen sind unterschiedlich gestaltet, so dass sowohl Einzelpersonen, Alleinerziehende und Familien ein Zuhause finden können. Ein gemeinsames Wohnen von Jung und Alt, so wie es von der Politik und den Medien seit vielen Jahren gefordert wird, ist hier so ganz selbstverständlich realisiert worden. Das Mietpreisniveau liegt weit unterhalb der im Raum Engelskirchen geforderten Miete für vergleichbaren Wohnraum und so ist es nicht erstaunlich, dass noch viele Mieter der ersten Stunde im Objekt wohnen und Manche sogar einige Jahre nach dem sie ausgezogen waren, wieder in Haus zurückgekehrt sind. Nach wie vor wird das Objekt durch die ehrenamtlichen Bauherren betreut, die Mieter der Wohnungen erfahren durch Luzi Fuhrmann vom SKFM, in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, eine professionelle Begleitung in allen Fragen der persönlichen Lebensführung und bei Umgang mit Ämtern und Behörden.

Seit Bezug des Hauses im Jahr 2000 findet jährlich im Sommer ein Grillfest und im Winter das Aufstellen des Weihnachtsbaumes mit Adventskaffee statt, das von den Mietern des Hauses und den Ehrenamtlichen gemeinsam gestaltet wird.


Hier werden in launiger Runde Dinge des Alltags besprochen, aber auch das ein oder andere Problem im Umgang miteinander erörtert und nach Möglichkeit gelöst.

Da das Engagement der Bauherrengemeinschaft nicht auf persönliche Vermögensbildung abzielt, dienen die Erträge neben der Rückzahlung der öffentlichen Mittel auch dem Erhalt des Hauses. So konnte im Jahr 2015 das Haus Innen und Außen mit einem neuen Anstrich versehen und den Mietern ein hochwertiger Sichtschutz für Balkon und Terrasse gewährt werden. So sind beste Voraussetzungen geschaffen für weitere 15 bis 20 Jahre erfolgreiches sozialpädagogisches Wohnen im SKFM im Oberbergischen Kreis.

Allen beteiligten Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen des SKFM, die das Haus bis heute mit viel Herzblut und Sachverstand begleitet haben, sei deshalb an dieser Stelle ganz persönlich gedankt: Herrn Alfons Braun als Initiator, Frau Luzie Fuhrmann als Betreuerin der Mieter durch die Geschäftsstelle, Herrn Bernd Neu als Architekt und Entwurfsverfasser, Herrn Dr. Alfons Lamers als Finanzierungssachverständiger und Frau Hildegard Lüdenbach bzw. später Herrn Christoph Lüdenbach als „Netzwerker“ in der Gemeinde Engelskirchen. Auch meine Tätigkeit als Immobilienkaufmann erbringe ich gerne und bin sehr dankbar dafür, über dieses gemeinsame Projekt engagierte und geschätzte Menschen im SKFM kennengelernt zu haben.

Wolfgang Dopke,
für die Bauherrengemeinschaft