Austausch in angenehmer Atmosphäre: Ehrenamtliche Betreuer:innen und Amtsgericht Gummersbach im Dialog

Beim Austauschtreffen zwischen ehrenamtlichen gesetzlichen Betreuer:innen sowie den Mitarbeiter:innen des Amtsgerichts Gummersbach am 20. April 2026 stand der persönliche Dialog im Mittelpunkt. In angenehmer Atmosphäre im Haus Franziskus in Gummersbach kamen die Teilnehmenden in gemütlicher Runde zusammen, um aktuelle Fragen aus der Praxis zu besprechen und Erfahrungen auszutauschen.
Ein Wichtiges Thema war die Erstellung von Patientenverfügungen bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Es kommt immer mal wieder vor, dass Betreuer:innen von Wohneinrichtungen aufgefordert werden, eine solche Verfügung mit der betreuten Person zu erstellen. . Hier wurde deutlich, dass dies oft mit besonderen Herausforderungen verbunden ist. Als hilfreich wurde empfohlen, die Verfügung gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt zu erarbeiten, die bzw. der den geäußerten Willen der betroffenen Person medizinisch einordnen und bestätigen kann.
Erfreulich für viele Ehrenamtliche ist, dass für Schreiben an das Gericht weiterhin der klassische Postweg genutzt werden kann. Die verpflichtende Nutzung des kostenpflichtigen elektronischen Rechtsverkehrs besteht für ehrenamtliche Betreuer:innen nicht.
Eine weitere Neuerung betrifft die Vergütung: Nach Einreichung des nächsten Berichts an das Amtsgericht wird diese künftig automatisch ausgezahlt und muss nicht mehr gesondert beantragt werden.
Auch finanzielle Aspekte im Betreuungsverfahren wurden thematisiert: Kosten für im Betreuungsverfahren notwendige Gutachten oder ärztliche Atteste, z.B. zur Frage der Verlängerung einer Betreuung, können beim Gericht zur Erstattung eingereicht werden, sofern das Vermögen der betreuten Person unter 10.000 Euro liegt.
Das Treffen bot nicht nur wertvolle Informationen, sondern auch Raum für Austausch und Vernetzung – ein Angebot, das von allen Beteiligten sehr geschätzt wurde.
Andrea Kuhl (Geschäftsstelle)

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