Ehrenamt und Hauptamt ergänzen sich im Tandem

„Kannst Du vielleicht einen Kuchen backen für unser Kaffeetrinken und Singen in Haus Hohenfels?“ So fing für Frau V. alles an

„ Komm doch einmal mit! Du singst doch auch gerne. Dann siehst Du selbst, wie gut dein Kuchen bei den Bewohnern ankommt und wie sehr sie sich über unseren Besuch, die Gespräche und das gemeinsame Singen freuen.“ Mit dieser leisen Aufforderung eines weiteren Ehrenamtlichen begann die Mitarbeit im Besuchsdienst.
Eine gesetzlich Betreute von einer hauptamtliche SKFM Mitarbeiterin wohnt in Haus Hohenfels und bat Frau V. darum, ihre Betreute Paula zu besuchen, da sie selbst nur einmal im Monat dazu komme. Frau V. will es versuchen.
Bei einem Treffen erzählte die hauptamtliche Mitarbeiterin zunächst etwas über Paula. Frau V. besucht nun Paula, so wie sie Zeit hat und geht auch weiterhin mit der Gruppe und selbstgebackenem Kuchen alle zwei Monate ins Heim zum gemeinsamen Kaffeetrinken und Singen mit den Bewohnern.
Wenn es Fragen oder Unsicherheiten bei den Besuchen von Paula gibt, kann Frau V. sich an eine der hauptamtlichen SKFM Mitarbeiterinnen wenden.
Frau V. verstand sich auf Anhieb gut mit Paula und das war der Beginn einer langjährigen Freundschaft und Begleitung. Daher nahm Frau V. nach einiger Zeit Paula zum Kaffeetrinken mit zu sich nach Hause. Das stellt eine große Herausforderung dar, da die Bewohner dieses Heimes oft nicht nur betagt, sondern auch psychisch erkrankt sind. Oftmals verlassen sie aufgrund der doppelten Belastung nicht mehr das Heim.
Gerne nimmt sich Frau V. auch die Zeit, um mit Paula einkaufen zu fahren. Da Paula an Krebs erkrankt ist, muss sie öfter lange im Krankenhaus liegen und Frau V. besucht sie auch dort.
Auf Frau V. und ihre regelmäßigen Besuche freut sich Paula jedenfalls immer und die Besuche sind für sie etwas ganz Besonderes, die sie sehr genießt. Andere Bewohner im Heim bekommen häufig nur von ihren gesetzlichen Betreuern Besuch, die es nur alle ein bis drei Monate schaffen vorbeizukommen. Wie schön also für Paula, dass sie regelmäßig Besuch von Frau V. bekommt!
Dem Ehrenamt sei Dank für diese wundervolle Ergänzung zu der gesetzlichen Betreuung, die häufig nur wenig Zeit für Besuche zulässt.

Einzeln sind wir Worte,
zusammen ein Gedicht
Luzi Fuhrmann
für die Geschäftsstelle